Handysammlung

Vielen dürfte er inzwischen recht bekannt sein – der Berggorilla in der Gaggenauer Woche, der um die ausgemusterten Handys bittet, die an der Pforte im Rathaus-Foyer abgegeben werden können.

Der Arbeitskreis Umwelt und Natur, der vor Jahren die Aktion initiiert hat, ist dankbar für die ungebrochene Beteiligung. Bis heute konnten etwa 7000 Handys gesammelt und an die Wilhelma in Stuttgart geschickt werden, die die Weiterleitung  zur Rohstoffverwertung übernimmt. Ziel ist es, die in den Geräten verwendeten Seltenen Erden für eine Wiederverwendung zu sichern, um dadurch den Abbau in den gefährdeten Gebieten zu verringern. Dass dieser Abbau extrem umweltschädlich ist, ist kein Geheimnis und jeder kann sich im Netz umfassend informieren. Handysammlungen werden vielfach durchgeführt.

Alle Erlöse, die durch das Handy-Projekt der Wilhelma erzielt werden, fließen in Gorillaschutzprojekte. Im Osten der Demokratischen Republik Kongo findet der Abbau des Roherzes Coltran teilweise mitten im Lebensraum der Berggorillas und anderer Menschenaffen statt. Weltweit sind – eher niedrig geschätzt – etwa 4,7 Milliarden Handys in Betrieb, die alle auf das Metall Tantal angewiesen sind, das aus Coltran gewonnen wird und in der Geschwindigkeit, in der heute die Geräte erneuert werden, kann man sich den künftigen Verbrauch vorstellen.

Nach Schätzungen liegen allein in deutschen Haushalten etwa 167 Millionen ungenutzter Handys und Smartphones in den Schränken, ein Grund für den dringenden Aufruf zum Recyclen der Geräte.

Kürzlich sind Fragen aufgetreten, ob Tablets und Smartwatches ebenfalls abgegeben werden können. Die Antwort ist eindeutig – ja. Das Innenleben der Geräte ist ja ähnlich und jedes abgegebene Teil trägt seinen kleinen Teil dazu bei, Umwelt, Mensch und Tier zu schützen.

Arbeitskreis Umwelt und Natur

© Elke Fischer

Quelle: www.wilhelma.de/engagement/unterstuetzen/handy-projekte

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